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27.03.2007 - Stadtelternbeirat SCHULEtauscht sich mit Stadtverordneten aus
 Presseerklärung des STEB als PDF
  - Artikel der FR am 31.3.07
Artikel vom 3.4.2007. Link.
Stadtelternbeirat SCHULEtauscht sich mit Stadtverordneten aus
Unsere Forderungen und Wünsche formuliert in einer Presseerklärung an die Politik:
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Längere Öffnungszeiten
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Bessere Verteilung der Kinder von Migranten zwischen städtischen und freien SCHULEs
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Bessere Ausbildung der ErzieherInnen
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Angemessene Bezahlung der ErzieherInnen
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Transparentere Verwaltungsstrukturen
Offenbach am Main (steb/29.03.2007/20:00)
Der Stadtelternbeirat SCHULE der Stadt Offenbach hat wie schon letztes Jahr auf seiner letzten regulären Sitzung am 27.03.2007 die Vertreter der Stadtverordneten eingeladen. Für die Koalition waren anwesend: Frau Helduser (SPD), Frau Marx (SPD), Frau Groß (Bündnis 90 / Die Grünen), Frau Najafi (Bündnis 90 / Die Grünen) und Frau Dr. Langer (FDP). Die Vertreterin der CDU, Frau Stathakis war leider verhindert. Der Fraktionsgeschäftsführer der größten Partei im Offenbacher Parlament, Herr Egbert Färber, ließ aber mitteilen, dass „...die CDU-Fraktion die auf Ihrer letztjährigen Veranstaltung dargelegten Positionen
weiterhin vertritt und dass sich an der Umsetzung des beschlossenen Parteiprogramms nichts geändert habe“.
Der Stadtelternbeirat legte dar, dass sich in der Offenbacher SCHULEPolitik vieles bewegt und Offenbach wie z.B. in der Tagesmütterbetreuung in vielen Dingen voran geht – aber die Probleme sind nicht weniger geworden. So ist laut dem Vorsitz des Stadtelternbeirates SCHULE, Jürgen R. Rosenow, die Gruppenstärke und der Personalschlüssel, also der Anteil ErzieherIn / Kinder, für eine optimale Betreuung zu hoch. Frau Helduser legte dar, dass in Offenbach zur Zeit alle SCHULE-Plätze belegt sind – und das trotz Schaffung neuer Plätze durch die Stadt und der freien Träger. Frau Groß (Bündnis 90 / Die Grünen): „Offenbach
hat, entgegen dem Trend in Hessen und dem Bundestrend, einen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen. Dennoch haben wir 2007 in Offenbach ausreichend SCHULE-Plätze geschaffen, so dass 2007 der Rechtsanspruch auf einen SCHULE-Platz erfüllt wird.“ Wie im Kindertagestättenentwicklungsplan festgeschrieben, soll durch die Zusammenlegung der Hortbetreuung mit den Grundschulen eine Reduzierung der Gruppengröße auf 22 Kinder angestrebt werden. Pilotprojekte der SCHULE18 mit der Eichendorffschule laufen äußerst positiv.
Der Stadtelternbeirat fragte, ob durch den hohen Anteil fremdsprachiger Kinder in den städtischen SCHULEs es nicht zu einer Schieflage in der Sprachförderung im Verhältnis zu den SCHULEs bei den freien Trägern kommt. Nach Ansicht des Stadtelternbeirats wird eine weitere Sprache am besten durch den täglich Umgang gelernt und es deshalb ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gut deutsch sprechenden Kindern und fremdsprachigen Kindern geben sollte. Frau Najafi (Bündnis 90/Die Grünen) wies jedoch auch darauf hin, wie wichtig der Erwerb der Erstsprache oder Muttersprache ist. Denn erst durch das Erlernen fester
Sprachstrukturen wird der Weg für den fehlerfreien Erwerb eine Zweitsprache geebnet.
Rosenow sprach dann die Anforderung an die SCHULEs auf dem Weg zu einer vorschulischen Bildungseinrichtung an. „Der Stadtelternbeirat zweifelt, ob die hohen Anforderungen an die ErzieherInnen mit der derzeitigen unzureichenden Qualität der Ausbildung erfüllt werden können. Wie sollen Kinder auf die hohen Anforderungen einer hochmodernen Wissensgesellschaft herangeführt werden, wenn den ErzieherInnen durch mangelhafte Qualifikation nicht das Rüstzeug dazu mitgegeben wird?“, so Rosenow. Frau Helduser bestätigte, dass bis auf Österreich, Malta und Deutschland in der gesamten EU die Ausbildung mit einer hochschul-
oder hochschulähnlichen Ausbildung durchgeführt wird. In Deutschland gäbe es jetzt erste zaghafte Ansätze dazu.
Rosenow bemängelte auch die im Verhältnis zu Lehrkräften an Grundschulen schlechte Bezahlung der ErzieherInnen. Frau Helduser erklärte, das sich dieses Missverhältnis trotz der hohen gesellschaftlichen Anforderung an die SCHULEs erst mit einem höheren Ausbildungsabschluss klären würde. Rosenow: „ Das heißt, höhere Kosten. Ich bezweifele, ob die Landes- und Bundespolitik dies überhaupt will“.
Der Stadtelternbeirat stellte in Frage, ob die jetzigen Öffnungszeiten der SCHULEs dem Alltag in den Familien gerecht wird. Laut Rosenow hat die Mehrzahl der SCHULEs um 16.30 Uhr geschlossen – „Nur wer hat denn dann schon Feierabend?“ Beiträge der Elternbeiräte bestätigten die Probleme, die entstehen, wenn beide Elternteile arbeiten. Frau Groß erklärte, dass 7 von 21 SCHULEs bereits von 7 bis 19 Uhr geöffnet haben und dieses Angebot kaum genutzt wird. Der Stadtelternbeirat warf ein, dass es kaum angehen könne, das Kinder für eine längere Öffnungszeit aus der gewohnten SCHULEin eine andere SCHULEverlegt werden müssen.
Rosenow: „Der Stadtelternbeirat fordert von der Politik und von der Verwaltung, dass die Öffnungszeiten flexibler werden. Es müssen dynamische Lösungen für jede SCHULEher. Zu überlegen ist, ob dieser nur für Kinder gelten soll, deren Eltern den klaren Nachweis eines Bedarfs bringen.“ Klar waren sich beide Seiten, dass solch eine Forderung Geld kostet – aber dies ist aus Sicht des Stadtelternbeirats sicher gut angelegt für eine Stadt, die moderne und leistungsstarke Familien sucht.
Der Stadtelternbeirat sprach zum Schluss der Diskussionsrunde noch die Probleme der aus seiner Sicht wenig transparenten Verwaltungsstrukturen der beteiligten Ämter/Holdings/Gesellschaften bei Behebung von baulichen Subtanzproblemen in den SCHULEs an. So gebe es immer wieder zeitliche Probleme bei der Behebung von Schäden in den SCHULEs. Verzögerungen von bis zu 12 Monaten sind keine Seltenheit. Einbruchmeldeanlagen würden z.B. trotz vorhandenem Budget nicht installiert. Die Stadtverordneten der Koalition sagten nach lebhafter Diskussion eine Prüfung in den entsprechenden Gremien zu.
Zum Abschluss der Runde waren sich Stadtelternbeirat SCHULEund Stadtverordnete über den für alle Seiten hilfreichen Informationsaustausch einig und vereinbarten ein weiteres Treffen gegen Ende des Jahres.
Über den Stadtelternbeirat SCHULE der Stadt Offenbach am Main Der STEB ist die Vertretung der Eltern aller 21 Offenbacher städtischen SCHULEs. Er setzt sich aus den gewählten Vertretern der Elternbeiräte der städtischen SCHULEs zusammen.
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Zum Abdruck freigegeben.
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