Stadtelternbeirat fordert flexiblere Öffnungszeiten für städtische SCHULEs
Verwaltung strebt kleinere Gruppen an / Diskussion mit Parlamentariern über aktuelle Situation
Offenbach (op) - In der (Offenbacher) Politik bewegt sich einiges - allerdings sind die Probleme nicht weniger geworden. Was für nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens zutrifft, ist auch für die städtischen Kindertagesstätten gültig. Das machten Vertreter des Stadtelternbeirat Kindertagesstätten (SCHULE) in einem Gespräch mit Offenbacher Stadtverordneten deutlich.
Jürgen R. Rosenow, Vorsitzender des Stadtelternbeirates SCHULE, ist der Meinung, dass die Gruppenstärke und der Personalschlüssel für eine optimale Betreuung zu hoch ist. Zudem interessierten sich die Eltern dafür, ob durch den hohen Anteil fremdsprachiger Kinder in den städtischen Einrichtungen es nicht - im Gegensatz zu den SCHULEs freier Träger - zu einer "Schieflage in der Sprachförderung" komme. Nach Ansicht des Beirates werde eine weitere Sprache am besten durch den täglich Gebrauch gelernt. Es sollte deshalb ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gut deutsch sprechenden Kindern und fremdsprachigen Kindern geben.
Der Stadtelternbeirat stellte außerdem in Frage, ob die jetzigen Öffnungszeiten der SCHULEdem Alltag in den Familien gerecht würden. Laut Rosenow schließe die Mehrzahl der Einrichtungen gegen 16.30 Uhr. Der Stadtelternbeirat fordert, dass die Öffnungszeiten flexibler werden. Es müssten dynamische Lösungen für jede SCHULEher. Damit dürften sie für alle Familien sprechen, in denen beide Elternteile einem Beruf nachgehen. Schließlich ging es um die aus Sicht des Stadtelternbeirats wenig transparente Verwaltungsstrukturen der beteiligten Ämter und Gesellschaften bei der Behebung von baulichen Problemen in den SCHULEs.
Auf die Schnelle gab’s natürlich keine Lösungen. Für die SPD betonte Gertrud Helduser, dass zur Zeit alle SCHULE-Plätze belegt seien - und das trotz Schaffung neuer Plätze durch die Stadt und der freien Träger. Für die Koalition waren zudem anwesend: Gertrud Marx (SPD), Sabine Groß (Bündnis 90 / Die Grünen), Mashid Najafi (Bündnis 90 / Die Grünen) und Dr. Vera Isabella Langer (FDP). CDU-Stadtverordnete Brigitte Stathakis als Vertreterin der Opposition war leider verhindert.
Sabine Groß erläuterte den Eltern, dass Offenbach entgegen dem Hessen-Trend einen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen habe. Dennoch habe man in Offenbach ausreichend SCHULE-Plätze geschaffen, so dass 2007 der Rechtsanspruch auf einen SCHULE-Platz erfüllt werde. Wie im SCHULE-Entwicklungsplan festgeschrieben, soll durch die Zusammenlegung der Hortbetreuung mit den Grundschulen eine Reduzierung der Gruppengröße auf 22 Kinder angestrebt werden.